Kontokorrentkonto und Kontokorrentkredit

In der banklichen Praxis ist immer wieder feststellbar, dass die im ursprünglichen Kreditvertrag vereinbarten variablen Zinsen nicht richtig angepasst werden bei Zinsänderungen am Kapitalmarkt (nach unten und nach oben). Ebenso verhält es sich bei Wertstellungen.

Diese werden häufig nicht richtig erfasst bei der Bank: als Ergebnis hat sich die Überprüfung und Neuberechnung von Konten, Krediten und Darlehen etabliert, mit denen wir in der Vergangenheit häufig Fehler nachweisen konnten. Ursache war stets die unkorrekte Abrechnung von Kontokorrentkonten, die teilweise seit Jahrzehnten laufen.

Aktuelle Fragen:

  • Werden die vereinbarten Zinsen richtig berechnet?
  • Ist der Zinssatz an eine feste Bezugsgröße gekoppelt (Beispiel: EURIBOR) ?
  • Werden Zinssenkungen und Zinserhöhungen nach dem vereinbarten Äquivalenzsystem  richtig durchgeführt?
  • Werden nicht vereinbarte Gebühren und Provisionen berechnet?
  • Werden Wertstellungen im Zahlungsverkehr richtig berücksichtigt? Beispiel: werden Einzahlungen taggleich verbucht, werden Gutschriften erst Tage nach dem Eingang bei der Bank gutgeschrieben, werden zur Gutschrift eingereichte Inlandsschecks spätestens nach drei Bankarbeitstagen und eingereichte Auslandsschecks nach spätestens 5 Bankarbeitstagen gutgeschrieben?

Zur Klärung der Frage, ob eine Verjährung der festgestellten Forderungen von Bankkunden aus Falschberechnungen ihrer Bank vorliegt, bedarf es einer abschließenden anwaltlichen Prüfung, die wir selbst nicht durchführen dürfen. Dies erledigen Fachanwälte.


Zinsberechnung

Gerade beim Thema Zinsen gibt es in der Praxis häufig Streit zwischen der Bank und ihren Kunden wegen “..ein paar Prozent“. Diese „..paar Prozent“ haben es in sich: es beginnt mit der Berechnungsmethode für die Zinsen. Sparguthaben werden in Deutschland beispielsweise in aller Regel nach der linearen Methode, der  „Deutschen Methode“ abgerechnet (der Monat immer mit 30 Tagen, das Jahr mit 360 Tagen).

Diese Methode wurde vom Bundesgerichtshof abgesegnet, hat aber Nachteile gegenüber der exponentiellen Berechnungsmethode, der „Effektivzinsrechnung“, wie Banken beispielsweise unter sich selbst abrechnen. Mittlerweile ist  bei Krediten an  Verbraucher die Effektivzinsrechnung in der Regel vorgeschrieben – aber auch hier gibt es Ausnahmen - bei allen anderen Kredit- und Darlehensnehmern allerdings nicht, hier werden die Zinsen häufig noch linear gerechnet!

Ist in Ihrem Kredit- oder Darlehnsvertrag angegeben, nach welcher Methode Ihnen die Zinsen berechnet werden - und werden sie dann auch so abgerechnet?

Wir prüfen das für Sie und legen mit Ihnen den Prüfungsrahmen fest (überschlägige Berechnung im ersten Schritt oder detaillierte Prüfung) !