Schrottimmobilien

Es werden nach wie vor weitgehend fremdfinanzierte Immobilienprojekte zur ergänzenden Altersvorsorge für Kapitalanleger oder aktuell  als Inflationsschutz am Markt („Betongold“) angeboten. Die zu erzielenden Mieteinkünfte sollen in der Regel ausreichend sein, die monatliche Belastung aus der Fremdfinanzierung zu decken, nur vereinzelt sollen geringe monatliche Zuzahlungen notwendig sein, um Zins und Tilgung bei der Bank  bezahlen zu können!

Im Übrigen wird mit steuerlichen Vorteilen geworben, die bei Licht betrachtet oftmals „mager“ sind. Auch die Vermietungsgarantie ist in der Praxis immer wieder anzutreffen: teils abenteuerliche Garantieaussagen sterben nicht aus!

Dass dies in der Regel meist nicht funktioniert, haben in der Vergangenheit viele „Schrottimmobilien - Fälle“ gezeigt, über die seit Jahren und aktuell im Fernsehen immer wieder berichtet wird: viele Kapitalanleger haben teils erhebliche Schäden erlitten.

Es hat sich nach unseren Erfahrungen trotz aller Warnungen am Markt nichts geändert: alle Verkaufsargumente der Vermittler und Berater sind bis heute gleich geblieben, die Immobilienpreise haben sich in der Vergangenheit nicht immer nur nach oben entwickelt und werden das auch in der Zukunft nicht! Die Argumente gut geschulter Verkäufer sind uns seit Jahrzehnten bekannt und immer gleich!

In vielen uns bekannten Fällen werden diese Kapitalanleger weder über die Besonderheiten beispielsweise einer Eigentumswohnung in einer Wohnanlage aufgeklärt: der Käufer wird hier Teil einer Haftungsgemeinschaft, der Wohnungseigentümergemeinschaft, deren Rechte und Pflichten im Wohnungseigentumsgesetz akribisch geregelt sind.  Innerhalb der Eigentümergemeinschaft hat der einzelne Eigentümer keine alleinige Entscheidungsbefugnis: er ist an Mehrheitsentscheidungen gebunden, ob ihm dies gefällt oder nicht! Er kann auch im Rahmen einer Eigennutzung nicht machen was er will.

Im Falle einer Fremdvermietung seiner Wohnung ist der Eigentümer auf gute Mieter angewiesen. Die  Mietgesetzgebung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch , BGB, umfänglich geregelt: es gibt unseres Wissens in der Bundesrepublik keine Teilbereiche, die mehr (teils gegensätzliche) Gerichtsverfahren und –Entscheidungen  produzieren, als die WEG – und die Mietgesetzgebung!

Hier ist anzumerken, dass die Thematik Wohnungseigentum allerdings vollständig gesetzlich geregelt ist, was bei sonstigen Steuermodellen bei weitem nicht der Fall ist: diese sind teilweise dem „Grauen Kapitalmarkt“ zuzurechnen, also nicht gesetzlich reguliert.

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