Vorfälligkeitsentschädigung / Nichtabnahmeentschädigung

Wenn das bestehende Darlehen von Ihnen umgeschuldet oder zurückgezahlt worden ist innerhalb einer Zinsbindungsfrist: dafür darf der Darlehensgeber eine Entschädigung oder ein Entgelt zum Ausgleich seiner Nachteile berechnen, die er nicht hätte, wenn das Darlehen vereinbarungsgemäß zurückgezahlt würde und nicht vor Ablauf der kalkulierten Zinsbindung.

Bei berechtigten Gründen einer Rückzahlung des Darlehens (z.Bsp. Hausverkauf) darf Ihnen die Bank in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung nach den Vorgaben des BGH (Bundesgerichtshofes) berechnen. Stimmt Ihre Bank einer Auflösung auch dann zu, wenn Sie keinen berechtigten Grund zur Ablösung haben, kann sie Ihnen ein Vorfälligkeitsentgelt berechnen, das bis an die Sittenwidrigkeit heranreicht, so der BGH! Hier ist also ein erhebliches Potential für eine Nachprüfung gegeben.

Beispiele:

  • Beabsichtigen Sie aufgrund des aktuellen Zinsniveaus Ihre Baufinanzierung oder Ihre Investitionsfinanzierung im Rahmen einer bestehenden Zinsbindung umzuschulden?

  • Mit welchen Kosten für eine Vorfälligkeitsentschädigung oder eines Vorfälligkeitsentgeltes müssen Sie rechnen?

Hier ist ergänzend zu prüfen, ob Ihr (Verbraucher-) Darlehensvertrag eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung enthält: bitte weiterlesen unter: Aufrechnungsansprüche bei widerrufenen Verbraucherdarlehen.

Auf der gleichen Grundlage einer Vorfälligkeitsentschädigung wird die Nichtabnahmeentschädigung berechnet: wenn Sie ein von der Bank zugesagtes Darlehen "nicht abnehmen" darf die Bank den ihr dadurch entstehenden Schaden vergüten lassen.

Den Umfang der Prüfung bestimmen Sie selbst:

Wir prüfen das für Sie!